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InnoNight an der FHWS – Erfahrungsbericht/Recap

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Direkt mal vorweg… dieses Event war bisher einer der besten Events, den die Fakultät Informatik Würzburg in meinen Augen organisiert hat (Königsberg war natürlich auch super). Aber immer der Reihe nach….

Was war die InnoNight?

Die InnoNight war ein Event, des am Dienstag, 19.03.2012 erstmalig von der FH Würzburg nach Vorbild der SAP Teched Madrid 2012 stattgefunden hat. Studenten aus allen Studiengängen der Fachhochschule trafen sich um in 24 Stunden die bestmögliche innovative Mobile Applikation zu entwickeln. Ja, wirklich! 24 Stunden! Von der Idee über das Design, das Coding bis hin zur Abschluss Präsentation.

Was war bei der InnoNight geboten?

Nach Angaben von Professor Peter Braun stieg die Nachfrage bis zum Anmeldeschluss immer mehr. So konnte die erste InnoNight mehr Teilnehmer verzeichnen als ursprünglich erwartet wurden, nämlich knapp 60 an der Zahl. Daraus bildeten sich 6 Teams á 8 – 10 Leute. Die Teams waren interdisziplinär zusammengesetzt und bestanden zum Großteil aus Studenten der Studiengänge Informatiker und Wirtschaftsinformatiker. Aber auch einige Gestalter sowie 4 eCommerce Studenten sorgten für ein interdisziplinäres Zusammenspiel. Sie entwickelten nach dem noch relativ neuen Vorgehensmodell “SCRUM”, wenn auch etwas abgewandelt.

Unterstützt wurden die Teams von Coaches der FH Würzburg. Darunter Master Studenten und wissenschaftliche Mitarbeiter. Weiter wurden wir von “Bernhard Hochstätter” unterstützt der mit einem kleinen Entwicklerteam zur InnoNight kam. Er ist Verantwortlicher im  Bereich “Mobile Solutions” der Telekom und leitet dort bereits seit einiger Zeit erfolgreich Teams nach dem SCRUM Modell.

Wie die InnoNight ablief

Starttermin war der 19.03. um 14:00 Uhr. Ich nahm am Tisch von Team 3 platz. Mit mir im Team waren Patrick Wilhelm und Stephanie Beck (beide aus dem e-Commerce Studiengang), Tobias Fertig (bekannter und wohl einziger Algorithmik Tutor!!!), Daniel Knogl, Maximilian Hegwein und Michael Schneider als Master Student. Zudem stellte sich Melanie Saul (wissenschaftl. Mitarbeiterin) als Coach an unsere Seite.

Themenfindung

Nach kurzem Willkommensgruß ging es direkt los mit einem sehr straffen Zeitplan. Als erstes Stand die Themenwahl an. Insgesamt gab es 6 Themen von denen jedoch nur 5 gewählt wurden, da zwei Teams sich für dasselbe Thema entschieden hatten:

  • Team 1: Entwicklung einer Mobile App die a la Gameification zum Sport motivieren soll. Außerdem sollte die App  Menschen durch den Sport verbinden.
  • Team 2: Entwicklung einer Mobile App die via API Licht und Strom Zuhause von unterwegs aus Steuern kann.
  • Team 3 & Team 4: “Connected Neighborhood” – Entwicklung einer App welche die Nachbarn in einem Stadtgebiet verbindet
  • Team 5: Der Abo-Dienst “Spotify” soll verbessert werden. Eine Play List soll sich dynamisch nach den Geschmack der User ändern
  • Team 6: “Behördengänge werden mobil” – User können Ihre Behördengänge mobil erledigen. Insbesondere geht es darum Missstände in der Stadt mobil mit Foto melden zu können.

Design Thinking Phase

Nach der 15 minütigen Themenfindung ging es direkt weiter mit der Design Thinking Phase. Moderiert wurde diese Phase von 2 Master Studentinnen aus dem Gestalter Lehrgang. Ziel der Design-Thinking-Phase sollte es am Ende sein, eine fiktive Durchschnittsperson zu finden, die unsere mobile Applikation nutzt. Dazu war es erforderlich erst einmal heraus zu finden welche Eigenschaften diese Durchschnittsperson hat. Dies wurde mithilfe von uns generierten Fragen gelöst, die wir den Teilnehmern der anderen Gruppen stellten.

Nach der Befragung wurden die Ergebnisse an einer Pinnwand gesammelt und daraus die Durchschnittsperson ermittelt. Im Anschluss machten die Gruppen eine Brainstorming und schrieben alles Mögliche was ihnen hierauf an Ideen kam auf. Die Ideen wurden geclustert, und daraus die Anforderungen an unsere Applikationen ermittelt. Zum Schluss wurde entschieden auf welche Anforderungen wir uns konzentrieren wollten.

Nachdem jedes Team diese Fragen geklärt hatte, stellte jedes Team noch sein Projekt für die folgende Nacht, zumeist anhand recht amüsanter Rollenspiele, vor.

Gegen 19:30 Uhr gab es ein Abendessen für alle Teilnehmer. Das Catering stellte Antipasti und Lasagne bereit.

SCRUM Coding Night

Nach dem Abendessen ging es fast direkt los. Zunächst stellte Bernhard Hochstätter uns noch unser Vorgehensmodell SCRUM, in einer abgespeckten Variante, in ca. 30 Minuten vor. Besonders relevant sind hier die Sprint Planning Meetings und Daily SCRUM Meetings.

  • Sprint-Planning-Meeting: Eigentlich beschreibt ein Sprint-Planning-Meeting einen Zeitraumvon mehr als einer Woche. Bei uns war das dann ein Zeitraumvon 2-4 Stunden (am Anfang eher kleinerer Zeitraum, am Ende eher mehr). Dauer des Sprint-Planning-Meetings bei der InnoNight: Jeweils: 30 Minuten
  • Daily SCRUM Meeting: das Daily SCRUM Meeting findet regulär einmal am Tag statt. Für die InnoNight wandelten wir das ab. So fand das das Daily SCRUM Meeting alle 60 Minuten statt. Dauer während der InnoNight: Jeweils 10 Minuten.

Wie man sich jetzt schon denken kann gab es relativ häufig Meetings und Besprechungen, so dass es schwierig war durch ständige Unterbrechungen wirklich aktiv in der Nacht zu coden.

Unser Team (3) teilte sich die Arbeit. Tobias und Daniel machten sich dabei an den schwierigsten Part und studierten die Google Maps API die wir nutzen wollten. Stephanie und Melanie übernahmen Organisationsaufgaben, Design- und Icon Bereitstellung. Michael und Maximilian kümmerten sich um ein Rating-System welches wir implementieren wollten, und ich selbst kümmerte mich um Startseite, Server- und Datenbankbereitstellung sowie Profilseite und Eingabeformular. (Ich hab bestimmt einiges vergessen was wir sonst noch gemacht haben :) )

Die reine Coding Arbeit stellte sich als sehr schwierig heraus. Weniger wegen dem KnowHow, sondern vielmehr durch ständige Unterbrechungen durch SCRUM, Kommunikation der Teilnehmer allgemein und nicht zuletzt durch Absprachen unter dem Team.

Gegen 22:30 lieferten die Veranstalter noch einmal 5 große Familienpizzen. Zusätzlich gab es neben dem Süßigkeiten Tisch nun auch Red Bull kostenlos für alle Teilnehmer. Hier einmal ein großer Daumen nach oben – da haben die Veranstalter sich echt gut um die Teilnehmer gekümmert!

Nachts wurde es von Stunde zu Stunde schwieriger sich zu konzentrieren und einen Focus auf neue Aufgaben und den SCRUM Prozess zu setzen. Da dauerten Meetings zu lange, es fehlte mal ein Teilnehmer oder man konnte sich einfach nicht entscheiden wie es weitergehen sollte. Ich muss sagen dass sich gegen 5:00 Uhr früh bei mir ein wenig Resignation breit machte. Die Augen waren einfach irrsinnig müde.

Sonnenaufgang bei der InnoNight

Sonnenaufgang bei der InnoNight

Als gegen 7:30 Uhr endlich die Sonne wieder aufging stieg auch das Wohlbefinden wieder. Unser Team schaffte den Durchbruch mit der Google Maps API, erste Ergebnisse waren zu sehen. Nur noch 6,5 Stunden Coding! Und auch die anderen Teams konnten erste Ergebnisse vorzeigen. Bei Team 2 (die mit der App um Licht/Strom von Unterwegs zu Steuern) blinkte schon nachts irgendwann ein von der Telekom bereitgestelltes Flash-Light. Die Zwischenerfolge der Teams hoben  die Stimmung unter allen Teilnehmern merklich. Die SCRUM Meetings die regelmäßig dazu dienten herauszufinden wer was bisher gemacht hat, und was als nächstes zu tun ist wurden deutlich kürzer. Das Vorwärts kommen lies die Anspannung bis 12 Uhr mittags abfallen. Und nicht weniger wichtig gab es auch noch ein Frühstück gegen 8:30 Uhr. Soweit ich das mitbekommen habe gab es lediglich einen kleinen Teilnehmer-Ausfall – aber auch nur vorrübergehend und kurzzeitig.

Kurz vor 14 Uhr stieg die Anspannung dann jedoch noch einmal sichtlich an. Die Teams bereiteten ihre Präsentationen für die Jury vor, welche die Ergebnisse nun bewerten sollten.

Präsentation und InnoNight-Abschluss

Punkt 14:00 Uhr am Mittwoch ging es dann an die Präsentation der Ergebnisse. Jedes Team hatte 6 Minuten Zeit für seine Präsentation. Diese wurden dank des Moderators auch knallhart eingehalten. Nach jeder Präsentation hatte die Jury genau 3 Minuten Zeit für Fragen. Die Jury bestand aus dem Präsident unserer Hochschule Prof. Dr. Grebner, dem Dekan der Fakultät Prof. Dr. Müßig, sowie der Studiengangsleiterin Prof. Dr. John.

Als alle ihre Ergebnisse präsentiert hatten wurden noch Fotos von den Teilnehmern geschossen. Jeder bekam zusätzlich noch ein Teilnehmerzertifikat. (Sobald die Bilder der Orga online sind, verlinke ich diese hier natürlich noch)

Nach nunmehr sehr anstrengenden 25 Stunden, aber mit einer grandiosen Erfahrung gingen wir alle nach Hause um den fehlenden Schlaf nachzuholen. Eine tolle Gruppendynamik hatte sich gebildet die wohl niemand so schnell vergessen wird.

Siegerehrung der InnoNight am Donnerstag

Da die InnoNight ein Teil des Mobility Moves Business Kongresses war wurde die Siegerehrung an das Ende dieses Kongresses gehängt. Um 17:00 Uhr war es soweit und alle Teilnehmer der InnoNight sowie die noch verbliebenen Kongress-Teilnehmer und Professoren trafen sich im Hörsaal H 1.1.

Prof. Dr. Karsten Huffstadt als Initiator von Kongress und InnoNight bat mit den Worten “Der Kongress hat eigentlich schon am Dienstag begonnen…” alle Teilnehmer der InnoNight nach vorne. Für Platz 3 der InnoNight wurden Team “eeeeiiiiiins…. zweeeeiiii…. vier und fünf” geehrt.

Für den 2. Platz wurde Team 6 mit Ihrer App “Stadthelden”, die Missstände in der Stadt mobil melden ermöglicht, geehrt. Übrig blieb dann noch unser Team für die App “Stadtgeflüster”. Hier könnt ihr die die zentrale Funktion unserer App mit “Google Maps” bzw. “Google Street View”. einsehen. Überglücklich und mit 400 € Team-Geld Gewinn ging es dann noch an ein Abendessen in lockerer Atmosphäre in der Cafeteria.

Danke

Da für mich dieses Event eines der besten bisher gewesen ist möchte ich einigen beteiligten Danken:

  • Dem Team für die grandiose Zusammenarbeit, auch wenn es manchmal richtig schwer gewesen ist
  • Prof. Dr. Huffstadt der dieses Event initiierte
  • Den Orgas die zu genüge für das leibliche Wohl gesorgt haben und bei Fragen 24 Stunden für uns zur Verfügung standen
  • Den Twitter Leuten, von denen ich mir einige Bilder geborgt habe (ich hoffe das geht in Ordnung, ansonsten bitte eine kurze E-Mail, dann nehme ich die wieder raus)

Danke Leute – es war spitze!


Hier schreibt: Phillip Groschup, Student für E-Commerce an der FH Würzburg. Ich interessiere mich für ECommerce, SEO/SEA, Online-Marketing und Webentwicklung. Ich schreibe und bearbeite mit Hilfe der gängingen Websprachen Websites. Insbesondere arbeite ich viel mit WordPress. Auf diesem Blog schreibe über diese Themen, über Vorträge und alles was mich sonst noch interessiert.

2 Kommentare bisher.

  1. [...] zu….mag man meinen. Aber auch hinter dem scheinbaren Chaos war ein System! Ergänzend zum Recap von Phillip Groschup könnt ihr euch in meiner Galerie eine Auswahl an Bildern anschauen! Viel [...]

  2. [...] März berichtete ich ja bereits von der ersten InnoNight an der FHWS, ein Event der nicht ganz unähnlich gewesen ist. Auch im März gab es neben dem Hackathon einen [...]

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