Der BesserOnlineBlog 【ツ】

besser Online jeden Tag – Tipps für SEO, eCommerce, Online-Marketing

Hackathon bei der Telekom

Hackathon alle Teilnehmer
Helfe Sterne sammeln!
Loading ... Loading ...

Letzten Woche am Montag, den 24.06. ging es mal wieder auf Hackathon-Tour. Mit Kommilitonen der Studiengänge Informatik und Wirtschaftsinformatik ging es von der FH Würzburg mit dem Bus zu einem der beiden Telekom Hauptquartiere. Wir fuhren also um 10:00 Uhr von der FH Würzburg nach Darmstadt! Dort fand an diesem Tag der erste “Mobile Solutions Day” der Deutschen Telekom statt. Dieser bestand aus einem Kongress und wieder mal einem Hackathon :-)

Im März berichtete ich ja bereits von der ersten InnoNight an der FHWS, ein Event der nicht ganz unähnlich gewesen ist. Auch im März gab es neben dem Hackathon einen Kongress mit Vorträgen über den stetig wachsenden Mobile Markt.

Der Kongress

Die Speaker des “Mobile Solutions Days” waren durchweg hochkarätig. Besonders hervorheben möchte ich aber folgende Vorträge:

“Firefox OS – Supercharged HTML 5″ von Chris Heilmann

Dieser Vortrag war ein echtes Highlight für mich. Chris war lange Jahre als Webentwickler tätig und bezeichnet sich selbst als Mozilla-Prediger. In seinem Vortrag stellte er uns das neue Firefox OS vor welches wohl bald auf den Markt kommen wird. In Verbindung mit HTML 5 kann Mozilla hier einen echten Quantensprung leisten. War es bisher doch nicht möglich (zumindest mir nicht bekannt) mit einer WebApp auf Hardware Funktionen von Mobile Devices zuzugreifen, so wird das bald mit HTML 5 funktionieren. Mozilla hat hierzu ein auf Linux basiertes neues Betriebssystem für Mobile Devices entwickelt und in ein Smartphone integriert. Das Gerät wird von einem spanischem Hersteller Namens “Geekphone” (Q: golem.de) hergestellt und ist eine Entwicklerversion. Und der Hardware-Zugriff funktioniert tadellos – das konnten wir auch in unserem Hackthon Projekt beweisen. Dazu später mehr im Hackthon Teil.

Meiner Meinung nach ist das genau das, was wirklich in der Mobile Welt gefehlt hat und nun eine Lücke schließt. Viele Unternehmen werden sich dann zweimal überlegen ob man eine App nicht besser als WebApp statt nativ entwickelt. Eine Web-Entwicklung ist nun mal sehr viel kostengünstiger und muss vor allem nur ein einziges mal entwickelt werden.

Hier die Vortrags-Folien von Chris Heilmann

“Pair Programming” von Farhan Thawar

Farhan Thawar von XtremeLabs aus Toronto berichtete von einer agilen Entwicklungsmodel, dem “Pair Programming”. Das ist ein Vorgehen, wie der Name schon sagt, bei dem zwei Entwickler an einem Rechner sitzen und zusammen programmieren. “Jaaaa, aber… 2 Entwickler an einem Rechner? Das kostet doch doppelt so viel Geld für Mitarbeiter!!” Das ist wohl für viel Unternehmen der erste Gedanke der bei so einem Model in den Sinn kommt.  Aber die positiven Effekte die uns Farhan Thawar berichtete sind wohl so tiefgreifend, dass sich ein Umdenken in Richtung Pair Programming lohnen kann. Das fängt schon damit an, dass jede Zeile Code zweimal auf ihre Richtigkeit gelesen wird. Code ist besser geschrieben, hat eine höhere Qualität und ist damit auch besser wartbar. Weiter gibt es eine höhere Motivation für die Entwickler, ständig am Projekt zu bleiben, da man seinem Teampartner in nichts nachstehen will.

Es wurde auch von Best Practices berichtet. So können Senior Engineer & Senior Engineer gut zusammenarbeiten, die sich dann jeweils in verschiedenen Disziplinen ergänzen können. Auch können Junior Engineer und Senior Engineer gut miteinander. Der Junior lernt vom Senior, und der Senior bekommt neue frische Ansichten über eine Problemstellung. Was allerdings nicht funktioniert ist die Zusammenarbeit zwischen zwei Junior Engineers – irgendwie… verständlich :)

Vortrags-Folien von Farhan Thawar

“iPad, apps – what’s next” von Karsten Huffstadt

Auch Karsten Huffstadt, Professor unserer Hochschule gehörte zu den Speakern. Passend zu unserer Hochschule berichtete er von Innovationen, Ideen und Dingen die uns in der Zukunft erwarten werden. Großes Thema ist hier natürlich Augmented Reality, die langsam aber sicher immer mehr Fuß in unserer Mobilen Welt fasst.

Aber um es mit den Worten von Karsten Huffstadt zu sagen. Ein Video sagt hier mehr als 1000 Worte:

Der Hackathon

Der Hackathon begann nach dem Kongress um 18:00 Uhr und endete am folgenden Dienstag um 10:00 Uhr. Damit wurden insgesamt 16 Stunden am Stück Ideen geschmiedet und programmiert. Es nahmen 8 Teams teil, mit jeweils ca. 8 Teammitgliedern. Diese Teams wurden wieder frei zusammengewürfelt. So bestand unser Team nicht nur aus Studenten der FHWS, sondern auch aus Studenten der Hochschule Darmstadt, sowie aus einem Professor der Hochschule Darmstadt. Ja! Ich war hier auch kurz verwundert. Aber mit der Aussage “Ich find so was gut, so etwas habe ich noch nicht gemacht. Ich mach jetzt mal bei euch mit!” war dieser Professor natürlich herzlich im Team willkommen. Zumal wir ihn noch gut gebrauchen konnten wie sich später noch herausstellen sollte.

Unser Thema

Zur Auswahl standen insgesamt 4 Themen, jedes Thema wurde zweimal vergeben. Ein Thema beschäftigte sich beispielsweise mit einem Sprachsteuerungssystem für eine Fahrzeugsoftware. Ein weiteres Thema behandelte das zuvor genannte Firefox OS und die Anbindung an die Hardware via HTML 5. Dieses Thema wurde dann auch meinem Team zugeteilt. Wir bekamen 3 der Developer-Versionen der Geekphones ausgehändigt um diese zu programmieren. Leider kann ich aus rechtlichen Gründen nicht auf die genaueren Funktionen und Techniken dieses Handys und unserer App eingeben. Ich kann aber sagen dass wir uns für die Entwicklung eines GPS-gestützten Spieles entschieden haben. Und es hat in der Tat funktioniert. Wir konnten mit unserer WebApp auf die Hardware-Funktionen des Gerätes zugreifen.

Allerdings gab es insbesondere für die beiden Mozilla-Teams ein Problem (ich glaube die anderen Teams hatten die gleichen Probleme). Der Schwierigkeitsgrad war für uns Studenten einfach einen Tick zu hoch angesetzt. Das lag wohl auch daran, dass man davon ausging, dass in den Teams teilweise Coding-Profis sitzen. Allerdings wurde im Vorfeld auch gesagt, dass jeder mitmachen kann und keine Programmierkenntnisse von nöten sind. Hier kann man also für den nächsten Hackathon sicherlich noch an der Kommunikation arbeiten ;-)

Aus diesem Grund war es auch für unser Team relativ schwierig voranzukommen. Da die Programmierung zu einem hohen Anteil aus JavaScript bestand, lastete die meiste Programmierarbeit auf nur zwei Leuten aus unserem Team, die bereits besser mit JavaScript vertraut sind. Stattdessen mussten wir uns immer wieder auf die Hilfe der Telekom-Coaches verlassen – die wir aber zum Glück auch bekamen!

Das drumherum

Hier muss ich echt ein großes Lob an die Telekom aussprechen! Ein spitzenmäßiges Catering versorgte uns abends mit leckerem Braten und morgens mit Rührei zum Frühstück. Auch wenn es an Getränken Bier gab, so wurde doch meist zur RedBull Flatrate gegriffen. Gut so!!

Der große Tagungssaal war für einen Hackathon ausgezeichnet geeignet und bestens klimatisiert. Auch wenn der Internetzugang meinem alten Windows-Rechner zunächst Probleme machte, so konnte das Problem schnell von den zahlreichen Helfern gelöst werden.

Im Übrigen standen uns die gesamte Nacht eine ganze Reihe Entwickler seitens der Telekom zur Verfügung die uns geduldig mit Rat und Tat zur Seite standen.

Das Finale

Um 10:00 Uhr hieß es dann Coding Ende. Jedes Team stellte bis 11:15 Uhr sein Ergebnis in einem kurzen Vortrag vor. Für uns hieß es dann 45 Minuten Frühstückspause. Ermüdet traf man sich um 11:00 Uhr zur Siegerehrung. Platz 2 ging hier an unser Team, Platz 1 an einige Leute aus dem FHWS-Masterstudiengang. Große Gratulation.

Hackathon alle Teilnehmer

Hackathon alle Teilnehmer (c) Telekom Molutions

Mit einem tollen Abschlussfoto verabschiedeten wir uns alle um die Heimfahrt anzutreten. Zumindest nachdem wir im Telekom Gebäude noch eine Stunde auf den Bus gewartet haben. Sicherlich waren einige Telekom-Mitarbeiter verwundet über die schlafenden Studenten die sich an diesem Tag in die bereit stehenden Sitzmöbel ablegten.

Mein Fazit

Auch wenn es mal wieder richtig anstrengend gewesen ist, so hat auch dieser Event wieder richtig Spaß gemacht. Die Leute von Mobile Solutions haben uns herzlich empfangen, richtig toll versorgt und uns auch wieder richtig was zeigen können.

Gerne wieder mit dem Mobilte Solutions Teams – für mich auch etwas mehr ;-)
Eine Woche nach dem Event habe ich nun meine Entscheidung für mein Praxissemester getroffen. Das halbe Jahr ab August bei Mobile Solutions wird sicherlich spitze  und ich freue mich wirklich auf diese Zeit!!

Bilder

Zum Schluss gibt es noch einige Bilder die ich gerade von Mathias Mahler zugespielt bekommen habe. An dieser Stelle vielen Dank an dich Matthias


Hier schreibt: Phillip Groschup, Student für E-Commerce an der FH Würzburg. Ich interessiere mich für ECommerce, SEO/SEA, Online-Marketing und Webentwicklung. Ich schreibe und bearbeite mit Hilfe der gängingen Websprachen Websites. Insbesondere arbeite ich viel mit WordPress. Auf diesem Blog schreibe über diese Themen, über Vorträge und alles was mich sonst noch interessiert.

2 Kommentare bisher.

  1. Paul Czekalla sagt:

    Yo Phillip,

    dieses Jahr wieder mit am Start? :-)

Schreibe einen Kommentar